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Die Theatertradition beim Geb.Tr.Erh.Ver. "Achentaler" Rohrdorf e.V.
Unmittelbar mit der Gründung des Geb.Tr.Erh.Ver. "Achentaler" Rohrdorf
e.V. im Jahre 1935 entwickelte sich aus dem Verein eine Theatergruppe.
Von Anfang an spielte diese Theatergruppe, mit Ausnahme der Kriegsjahre,
regelmäßig in der Fastenzeit seine Stücke.
In den Anfangsjahren wurden im Vereinslokal Wörndl folgende Stücke
gespielt: 1935 – „Die Leonhardifahrt“, 1936 – „Der Gankerl von
Berchtesgaden“ und 1937 – „Der Amerikasepperl“. Bereits 1938 wartete die
Spielgruppe mit „Der Hunderter im Westentaschl“ auf, der noch heute auf
vielen Dorfbühnen wegen seiner schier unendlichen Beliebtheit gespielt
wird. Nach dem Krieg war der Wörndlsaal mit Flüchtlingen belegt. Somit
mussten die Stücke „Der Wildlauf“ und „Jagabluat“" im Gasthaus Stocker
gespielt werden. Besonders "Der Wildlauf" hatte einen Besucherzulauf
weit über die Gemeindegrenzen hinaus. In dieser schwierigen Zeit gab es
kaum andere Veranstaltungen. Und so kam es, dass dieses Drama einen nie
mehr erreichten Zuschauerrekord erzielte. Sechs ausverkaufte
Aufführungen zogen fast jeden Theaterabend über 500 Zuschauer an. In den
folgenden Jahren forderte die ernste und dürftige Zeit ebenso todernste
Spiele. U. a. kamen im Wörndlsaal folgende Stücke zur Aufführung: 1950 –
„Am Grabe des Wilderers“, 1953 – „Teufelsjaga und Wildererkönig“, 1956 –
„Der Gmoalump“. Das Lustspiel "Miß Wimpasing", das 1954 versucht wurde
war seiner Zeit voraus und hatte fast zum Misserfolg geführt.
Anfang der 60er Jahre setzte sich dann das Lustspiel endgültig durch.
Somit war die Zeit reif für Stücke wie: 1961 – „Der Hunderter im
Westentaschl“, 1962 – „Der Bauerndiplomat“, 1963 – „Die 3 Eisbären“,
1964 – „Die 3 Dorfheiligen“, 1965 – „Die pfiffige UrschI“, 1967 – „Der
noblige Hochzeiter“, 1968 – „Der Weiberfeind“, 1969 – „Kurbetrieb beim
Kräuterblasi“und 1971 – „Thomas auf der Himmelsleiter“.
Nachdem 1973 eine neue Theaterbühne im Stockersaal entstand, waren
Stücke mit aufwendigeren Bühnenbildern spielbar: 1974 – „Der Hellseher
vom Untersberg“, 1975 – „Am Weg zur Heimat“ und 1977 – „Die
Leonhardifahrt“. Durch den Brand im Gasthaus Stocker wurde dieser
einmalige Saal Anfang der 80er Jahre zerstört. Der neue Saal konnte die
gewohnten Voraussetzungen nur zum Teil erfüllen. Die Zuschauer aber
blieben treu. Mit Lustspielen wie: 1981 – „Unkraut verdirbt net“, 1983 –
„Die Giftspritzn vom Bründlhof“ und 1984 – „Der Hausfreund“, gelang es
immer wieder, den Saal zu füllen. Wurde in den 60er und 70er Jahren ein
Stück 2 - 3mal aufgeführt, so fanden von 1983 - 1989 regelmäßig vier
Aufführungen zur Fastenzeit statt. Garanten für den Erfolg waren die
unermüdlichen Theaterleiter Martin Stadler und Sepp Auer.
Im Herbst 1989 übergab Sepp Auer die Spielleitung an Toni Wufka. 1990
gelingt diesem mit dem Stück "Der verkaufte Großvater" nicht nur der
Einstand als Spielleiter, sondern auch der Einstand in der neuen
Mehrzweckhalle Turnerhölzl. Die verbesserten Bühnenverhältnisse erlauben
einen schnellen und zweckmäßigen Bühnenumbau, sodass wieder Stücke mit
verschiedenen und teilweise aufwendigen Bühnenbildern gespielt werden
können.
Nachdem 1991 das Stück der „Regierungsvetter" zur Aufführung gelangte,
wagte sich Toni Wufka 1992 über drei Einakter von Ludwig Thoma. Die
Stücke „Monika“, „Brautschau“ und „Waldfrieden“ wurden sogar für das
Fernsehen aufgezeichnet. In den darauffolgenden Jahren folgten die
Stücke „Der Hubertushirsch“ (1993), „Die Widerspenstige“ (1994), „Der
Gwissenswurm“ (1995) und 1996 mit den Stücken „Die Medaille“ und „Erster
Klasse“ nochmals zwei Einakter von Ludwig Thoma.
Im Herbst 1996 übergab Toni Wufka die Spielleitung an Rupert Wagner.
Dieser führte die von Toni Wufka eingeschlagene Richtung weiter. Nach
Stücken wie 1997 – „Die 3 Eisbären“, 1998 – „Der Roßtäuschler“ und „D´Fuchsleber“
(zwei Szenen aus dem königl. bayerischen Amtsgericht), 1999 – „Der
Geigenmacher von Mittenwald“, 2000 – „Der siebte Bua“, 2001 – „Erde“,
2002 – „Die Lokalbahn“, 2003 – „Fürst Wastl“ und 2004 – „Die pfiffige
Urschl“ brachte Rupert Wagner 2005 -zum siebzigsten Gründungsfest des
Vereins- das Thoma Stück „Der Wittiber“ zur Aufführung. Dieses von ihm
bearbeitete Stück zählt sicher zu einem der aufwendigsten Stücke für
Laienbühnen. Nachdem unter seiner Regie 2006 noch das Lustspiel „Krach
um Jolanthe“ und 2007 das Stück „zuagricht, hergricht, higricht“ zur
Aufführung gelangten, übergab er im Juni 2007 die Spielleitung an Markus
Auer. |